Krematorien - Schetter GmbH & Co. KG

Schetter GmbH & Co. KG
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Kremation
Die Humankremation hat sich in Deutschland in den letzten Dekaden neben der Erdbestattung zu der bedeutendsten Bestattungsform entwickelt, deren Anteil nach Einschätzung des Bundesverbands Deutscher Bestatter etwa 55 bis 60 % beträgt. Derzeit sind rund 150 Krematorien mit insgesamt etwa 275 Kremationslinien in Betrieb, die entweder kommunal oder privatwirtschaftlich betrieben werden. Sie unterliegen der 27. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutz-Gesetzes (27. BImSchV).
 
Der Begriff der Kremation ist aus dem lateinischen cremare (verbrennen) abgeleitet. Unter Verbrennung versteht man beispielsweise die chemische Reaktion von Kohlenstoff mit Sauerstoff zu Kohlendioxid, wobei in der Summe Energie freigesetzt wird.

Kohlenmonoxid (CO)
In Deutschland sind die CO-Emissionen aus Krematorien kontinuierlich zu erfassen und als Stundenmittelwerte zu klassieren (VDI-Richtlinie 3891). Die Auswertung vieler derartiger Jahresemissionsprotokolle zeigen, dass selbst bei guter technischer Installation, regelmäßiger Wartung und fachgerechter Betriebsführung nicht in jedem Betriebsfall die geforderten CO-Grenzwerte einzuhalten sind. Diesem Aspekt wurde in der VDI-Richtlinie 3891 – Abschnitt 7 – wie folgt Rechnung getragen:

Auch bei zeitgemäßer Auslegung und Konstruktionen von Kremationsofenanlagen unter Würdigung sämtlicher prozesstechnischer Parameter sowie bei ordnungsgemäßem Anlagenbetrieb, einschließlich regelmäßiger Wartung und Instandhaltung, kann es in Einzelfällen vorkommen, dass die in der 27. BImSchV vorgeschriebenen Kohlenmonoxidgrenzwerte als Stundenmittelwert überschritten werden. Kremationsanlagen nach dem Stand der Technik halten erfahrungsgemäß unter Berücksichtigung des Verschleißes der Anlage in 97 % bis 99 % der Fälle den CO-Grenzwert ein.
 
Seit Inkrafttreten der aktualisierten VDI 3891 sind CO-Grenzwertüberschreitungen in besonderem Maße im Fokus der Aufsichtsbehörden. Um die Anlagenbetreiber bei der Einhaltung der CO-Emissionen nach dem Stand der Technik zu unterstützen, bietet die Schetter GmbH & Co. KG vielschichtige Beratungsleistungen an. Diese reichen von der Auswertung der Emissionsjahresprotokolle und Analyse möglicher Ursachen bei gravierenden Grenzwertüberschreitungen bis zur Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zur Anlagensanierung mit dem Ziel die CO-Emissionen nachhaltig zu senken. Gemäß nachfolgender Graphik, die von Dr. Gebhard Schetter entwickelt wurde, ist dem Verbrennungsluft- und Rauchgasmanagement eine zentrale Bedeutung beizumessen.
Dioxine und Furane
Die Mechanismen der Bildung und Zerstörung polychlorierter Dibenzo-p-dioxine (PCDD) und -dibenzofurane (PCDF) betreffen alle Bereiche einer Kremationsanlage und lassen sich als dualistisches Prinzip von Bildung und Zerstörung interpretieren. Daher müssen alle verfahrenstechnischen Anlagenkomponenten, d. h. Ofen, Abgaskühlung und Abgasreinigung, in eine Gesamtstrategie zur PCDD/F-Minderung eingebunden werden.
 
 
Aufgrund langjähriger praktischer Erfahrung den Ausstoß von Dioxinen und Furanen aus Verbrennungsanlagen wirkungsvoll zu mindern, kann die Schetter GmbH & Co. KG auch für diese komplexen Verbindungen und andere verbrennungsabhängige Schadstoffe, z. B. Gesamtkohlenstoff, technische Lösungen ebenso anbieten, wie die Unterstützung in öffentlichen Diskussionen.
Quecksilber
Im Rahmen der OSPAR-Konvention zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks wurde Quecksilber in die Liste besonders zu beachtender Substanzen aufgenommen, da es in besonderem Maße toxisch und persistent ist und zudem zur Bioakkumulation neigt. Als Mitunterzeichner dieser sowie der MINAMATA-Konvention hat sich Deutschland verpflichtet, Quecksilberemissionen relevanter Quellen zu messen und den Eintrag in die Umwelt zu begrenzen.
Infolge möglicher Amalgambelastung der Verstorbenen wurden Krematorien als eine signifikante Emissionsquelle identifiziert. Daher wurden auch Krematorien in das OSPAR-Berichtswesen des Umweltbundesamtes (UBA) aufgenommen. Im Rahmen einer von der Schetter GmbH & Co. KG mit finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt durchgeführten Untersuchung an drei technisch unterschiedlich konzipierten Krematorien hat sich gezeigt, dass das über die Amalgambelastung der Verstorbenen eingetragene Quecksilber praktisch vollständig in den Abgasstrom transferiert wird. Um Quecksilberemissionen also wirkungsvoll zu minimieren, kommt der Auswahl und Dimensionierung der Abgasreinigungstechnik entscheidende Bedeutung zu.
 
Aktuell werden von der Schetter GmbH & Co. KG und der IUTA e.V. im Auftrag des Umweltbundesamtes umfassende Untersuchungen an Krematorien durchgeführt mit dem Ziel, die Mechanismen der Quecksilberabscheidung in Krematorien aufzuzeigen und geeignete technische Lösungen zur Emissionsminderung vorzuschlagen. Vor diesem Hintergrund berücksichtigen wir bereits heute bei Konzeptentwicklungen von Neuanlagen und Sanierungen von Altanlagen mögliche gesetzliche Änderungen. Nur so können technisch zukunftsweisende Kremationsanlagen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten entwickelt werden.
 
Krematorium als Ort des Abschieds
Krematorien unterliegen einem stetigem Wandel in unserer Gesellschaft. Wurden sie früher oft nur als technische Einrichtung zur Durchführung der Kremation verstanden, so entwickeln sie sich heute zu einem Ort des Abschieds. Da die Angehörigen vor allem in Trauersituationen Abläufe mit hoher Empfindsamkeit wahrnehmen, ist es zwingend, die Abläufe transparent und in hohem Maße unter Berücksichtigung eines pietätvollen Umgangs mit den Verstorbenen zu gestalten.
 
Die Schetter GmbH & Co. KG stellt sich diesen Herausforderungen und entwickelt Raumprogramme für Krematorien, die nicht nur den technischen Betriebsabläufen gerecht werden, sondern z. B. durch modern gestaltete Aufbahrungsräume und Familienzimmer für Trauerfeierlichkeiten den Bedürfnissen der Bestattungsinstitute und den Angehörigen gleichermaßen Rechnung trägt. Nur so lassen sich aus unserer Sicht mittel- und langfristig zukunftsweisende und wirtschaftlich erfolgreiche Krematorien entwickeln.

Tierkremation
Seit einigen Jahren ist ein signifikantes Interesse an der Tierkremation festzustellen. Aktuell sind knapp 30 Tierkrematorien in Deutschland in Betrieb bzw. in Planung und Bau, die ausnahmslos privatwirtschaftlich geführt werden. Daher wurde auch für derartige Anlagen auf Initiative und unter der Obmannschaft von Herrn Dr. Gebhard Schetter eine eigenständige VDI-Richtlinie 3890 für Tierkrematorien entwickelt.

 
Aktuell ist die Schetter GmbH & Co. KG im Rahmen des Forschungsprojektes „Umweltrelevanz und Stand der Technik von Tierkrematorien“ im Auftrag des Umwelt-Bundesamtes mit der Datenerhebung und Analyse tätig. Zu gegebener Zeit wird über die Ergebnisse berichtet.
 
Fachkompetenz der Schetter GmbH & Co. KG
Die Schetter GmbH & Co. KG verfügt über Detailkenntnisse zur Kremationstechnik einerseits und andererseits über umfangreiche Marktkenntnisse, die im Rahmen eines umfassenden Dienstleistungsangebotes zur Verfügung gestellt werden können. Diese Fachkompetenz basiert auf jahrzehntelanger Arbeit in der Forschung und Entwicklung von Kremationsanlagen unter besonderer Berücksichtigung umweltrelevanter und wirtschaftlicher Aspekte. Das vorhandene Erfahrungspotenzial beinhaltet auch die betrieblichen  Abläufe bis hin zur konzeptioniellen Entwicklung von Krematorien einschließlich Verabschiedungsräumen und peripheren Räumen. Derartige Konzepte werden unter Einbeziehung möglicher Verfahrenslieferanten entwickelt und technisch wie wirtschaftlich bewertet. Diese, häufig in Machbarkeitsstudien aufgezeigten, Lösungen zeichnen sich durch eine hohe Praxisnähe aus, da die möglichen Vorzüge der am Markt verfügbaren Technologien bereits in einem frühen Planungsstadium berücksichtigt werden.

Einige durchgeführte Projekte
Krematorium Ludwigshafen
Ludwigshafen (2017) – Strategiestudie: Deckblatt + Inhaltsverzeichnis
Krematorium Baden Baden
Baden-Baden (2017) – Machbarkeitsstudie: Deckblatt + Inhaltsverzeichnis
Krematorium Pforzheim
Pforzheim (2016) – Machbarkeitsstudie: Deckblatt + Inhaltsverzeichnis
Krematorium Schwäbisch Hall
Schwäbisch Hall (2015) – Zustandsbericht Deckblatt + Inhaltsverzeichnis
Krematorium Baumschulenweg Berlin
DBU (2016) Krematorium – Langzeituntersuchungen zu Emissions- und Schadstoffminderungen in Krematorien durch veränderte energieeffiziente Betriebsweisen  Schlußbericht
Krematorium Lindau
Krematorium Düsseldorf
DBU (2009) Untersuchung der Möglichkeiten und Auswirkungen der Temperaturabsenkung in der Nachbrennkammer bei der Einäscherung in Krematorien  Schlußbericht
Photo: Karin Schulz, Stadtverwaltung Düsseldorf
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